Felix Hahn

Felix Hahn studierte die technische und die gestalterisch-künstlerische Seite audiovisueller Medien (Dipl. Fotoingenieur, Dipl. Audiovisuelle Medien).

Er programmierte im Polaroid Holography-Lab in Boston, betreute 1996 für den Westdeutschen Rundfunk die Entwicklung des ersten einheitlichen Internetauftritts und forschte zum Thema Virtuelle Museen an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seine internetbasierten Medien-Installationen wurden vielfach ausgestellt.

Felix Hahn unterrichtet Multimedia an der HTW-Berlin.


Ausgewählte Projekte


ask02, elektronische Bauteile, Druckknöpfe und Textil, 2000; Abbildung: Installation im Kunstverein Hamburg
"ask02", elektronische Bauteile, Druckknöpfe und Textil, 2000; Abbildung: Installation im Kunstverein Hamburg

ask02

"acoustic survival kit 02" ist ein akustisches Kleid, welches feine Klänge generiert. Die Arbeit beschäftigt sich mit der akustischen Umgebung, akustischen Räumen und dem Menschen, der sich darin bewegt. Zwischen Beiden soll eine Brücke geschlagen und ein neues Kommunikationsmittel entworfen werden.

Ask02 besteht aus verschiedenen Bauteilen, die man selber zusammenschalten kann. Je nach Art der Verschaltung entsteht ein anderer Klang. Die elektrische Leitung wird durch Druckknöpfe hergestellt (...). Der Klang der einzelnen Module wird durch die Lichteinwirkung erzeugt und moduliert. Es entsteht ein organisches Klangmuster. Zwischen den einzelnen ask02-Modulen bilden sich Interferenzen, die sich mit den Geräuschen aus der Umgebung verbinden.

Aus "›untragbar‹ Mode als Skulptur", Hrsg. Susanne Anna u. Markus Heinzelmann, Hatje Cantz Verlag, 2001

Projektpartner/Sound: Miki Yui



Superkollektor, Holzkonstruktion, Computer, LCD-Displays, Touchscreen, Lautsprecher, Internetverbindung, 1998; Abbildung: Installation im Kunstverein Bonn/Videonale 8
"Superkollektor", Holzkonstruktion, Computer, LCD-Displays, Touchscreen, Lautsprecher, Internetverbindung, 1998; Abbildung: Installation im Kunstverein Bonn/Videonale 8

Superkollektor

Holger Reckter und Felix Hahn nutzen die fast endlosen Datenströme des Internets als Fundus für die Bild- und Tonsammlung des Superkollektors. Es geht dabei nicht um eine selektierte Einzelinformation, sondern darum, den Besucher mit einer sich selbst dynamisierenden Datenspirale zu konfrontieren. Nicht nur John Cage hätte seine Freude an diesem anarchistischen Wühlen im großen Datencontainer.

Axel Bohse, Kurator der transmediale 99

Projektpartner/Programmierung: Holger Reckter



Datenrauschen, Software, 1998; Abbildung: Interface-Ansicht (oben)/ Konzert V2, Rotterdam, 2001 (unten)
"Datenrauschen", Software, 1998; Abbildung: Interface-Ansicht (oben)/ Konzert V2, Rotterdam, 2001 (unten)

Datenrauschen

Live Performance Audio Software für Klang-Collagen aus Internet-Audiofiles (Found Footage)

Die Software "Datenrauschen" sucht und sammelt Audio-Dateien welche auf Internetseiten angeboten werden. Diese, meist bruchstückhaften Sprach- und Klangseqzeuenzen werden auf der Benutzeroberfläche zum akustischen Collagieren angeboten.

Dafür stehen fünf getrennte Audiokanäle zur Verfügung. Für jedes Audiofile besteht die Möglichkeit nur einen Ausschnitt für die Wiedergabe auszuwählen, die Abspielgeschwindigkeit zu verändert und die Auswahl wiederholt abzuspielen (Loop).

Projektpartner/Programmierung: Holger Reckter

Abbildung