Carsten Becker

Carsten Becker studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln (Dipl. Audiovisuelle Medien), er ist zweimaliger Preisträger des Deutschen Studienpreises (Körber-Stiftung). Seine Arbeit zur Visualisierung von persönlichen Datenspuren wurde mehrfach international ausgestellt.


Ausgewählte Projekte


Kontrollorgan, Interaktive Installation, 1998
Kontrollorgan, Interaktive Installation, 1998

Kontrollorgan

Der Absolvent der Kölner Medienhochschule arbeitet mit seinem ehrgeizigen Projekt "Kontrollorgan" an der Spiegelung des individuellen Datenschattens, der durch die immer größer werdende Zahl elektronisch beobachtbarer Vorgänge entsteht. Zunächst sammelte Becker im Selbstversuch die Zutaten seiner eigenen Datenspur in einer Datenbank - dazu sichtete er etwa seine Telefonrechnungen und Kontoauszüge, den E-Mail- Briefkasten und die History-Datei seines Web-Browsers. Jeder "Datensorte" ordnete Becker eigenständige Symbole und Darstellungsmodi dar, die auf dem Bildschirm zu einem sich permanent verändernden Datenportrait zusammengefügt werden: "Das Programm verknüpft die Datenströme einer Person, analysiert sie und generiert aus ihnen eine dreidimensionale Gestalt."

Resultat ist ein eigentümlicher Drehkörper aus Symbolen, Linien, Farbkristallen, Ziffern und Textteilen, der um die eigene Achse rotiert. Eine frisierte Video- Fernbedienung erlaubt dem Betrachter per Infrarot-Interface die Steuerung der Installation entlang einer Zeitachse, dabei verändert sich je nach Inhalt des täglichen Datenschattens die Form und Konstellation des "Kontrollorgans". (…) Es ist auch denkbar, die Daten "live" in das Kontrollorgan einzuspeisen. Dann würde sich der Datenschatten in Echtzeit verändern.

Christoph Bieber in Telepolis



Sustainable Presence, Elektromagnetische Felder, Interaktive 3D-Installation, 1996
Sustainable Presence, Elektromagnetische Felder, Interaktive 3D-Installation, 1996

Sustainable Presence

Die Arbeit zeigt exemplarisch, wie die Methoden der virtuellen Realität zu wissenschaftlichen Visualisierung eingesetzt werden können. (…) Informationstechnische Verfahren werden in einer ganz neuen Applikation – dem ökologischen Informationsraum – eingesetzt. Idee und Präsentation finde ich stimulierend und in jedem Fall übertragbar auf weitere Anwendungsbereiche. Der Bezug zum Wettbewerb ist hervorragend.

Auszug aus der Jurybewertung zum Deutschen Studienpreis 1996/97 "Visuelle Zeitenwende" der Körber Stiftung

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